Das US-Unternehmen SFX Entertainment meldet nun Insolvenz an. Dass es der Firma, zu der mittlerweile auch der Tomorrowland-Veranstalter ID&T gehört, nicht gut geht, ist schon lange klar. Am 1. Februar 2016 stellte SFX nun einen Insolvenzantrag. Laut Mitteilung des Unternehmens seien die internationalen Tochtergesellschaften nicht von diesem Schritt betroffen. Alle weltweit geplanten Festivals und Events sollen weiterhin stattfinden und problemlos über die Bühne gehen.

SFX Entertainment, Inc. (NASDAQ: SFXE) hat sich in den letzten Jahren zum größten Veranstalter von Live Events und Produzenten von digitalen Inhalten entwickelt. Der Fokus des Unternehmens lag hier immer auf der elektronischen Musikkultur und anderen hochklassigen Festivals. SFX versteht seine eigene Mission darin, den Fans der elektronischen Musik das bestmögliche Musikerlebnis und die bestmögliche digitale Verbindung zu bieten. Das Live-Event-Portfolio des Unternehmens erstreckt sich mittlerweile über weltweit bekannte Marken wie Tomorrowland, TomorrowWorld, Mysteryland, Sensation, Stereosonic, Electric Zoo, Life in Color, Rock in Rio, Nature One, Mayday, Decibel, Q-Dance und Awakenings. Außerdem gehört auch Paylogic und Beatport zu SFX.

In den vergangenen Monaten haben sich schon mehrfach Probleme bei SFX abgezeichnet. Im Dezember 2013 betrug der Börsenwert von SFX noch unglaubliche 927 Millionen Dollar. Im Januar 2016 sank dieser Wert nun erstmals unter zehn Millionen Dollar. Dass dies eine sehr negative Entwicklung ist, muss man hier wohl eigentlich nicht mehr extra erwähnen.

Um den enormen Schuldenberg nun zu begleichen, hat SFX mit den Anteilseignern eine Vereinbarung getroffen. Das Unternehmen teilt auf seiner Website mit, dass im Rahmen des „Restructuring Support Agreement“ (RSA) 300 Millionen Dollar Schulden gestrichen werden sollen. Diese Restrukturierung ermöglicht es, dass SFX von der Börse genommen und danach als Privatunternehmen weitergeführt werden kann. Der aktuelle Chairman und CEO Robert F.X. Sillerman bleibt als Vorstandsvorsitzender im Amt, sucht nun jedoch einen neuen CEO.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass SFX seinen Darlehnszahlungen in der Höhe von 10,8 Millionen Dollar nicht nachgekommen sei und auch Zinszahlungen in der Höhe von 3 Millionen Dollar nicht mehr begleichen konnte. Der Insolvenzantrag ist also keine große Überraschung.

Hier könnt ihr noch die ganze Mitteilung von SFX selbst lesen.