Auf der ersten Seite haben wir euch schon die Handlung des Films erläutert. Nun kommen wir zu unserem eigentlichen Review. Denn wenn ihr wissen wollt, worum es geht, könnt ihr euch auch ganz einfach den Trailer ansehen. Was wäre ein tracklist.club Review auch ohne unsere eigene Meinung – unzensiert. Wir legen Wert auf Ehrlichkeit und wollen uns auch hier kein Blatt vor den Mund nehmen. Warum auch? Den Film könnt ihr euch ja trotzdem noch ansehen und euch eure eigene Meinung bilden. Eine kleine Hintergrundinfo am Rande: gedreht wurde der Film unter anderem am Hard Summer Festival 2015.

Ein Festival ohne Drogen ? – unmöglich

Ein Festival ohne Drogen scheint in den USA unmöglich zu sein. Natürlich werden auch hier regelmäßig illegale Substanzen auf Musikevents konsumiert, aber in XOXO wird dieses Thema ein bisschen zu sehr überstrapaziert. Die Drogengeschichte des Managers ist teilweise einfach nur nervig. Aber vielleicht sehen nur wir das so?

XOXO – das tollste, aber gleichzeitig auch am schlechtesten organisierte Festival ?

Es gab zahlreiche Stellen im Film, wo man sich echt denkt „Wollt ihr mich jetzt verarschen?“. XOXO soll ja angeblich das beste EDM-Festival in den USA sein und dann ist es so schlecht organisiert? Unser Team war schon auf vielen Events in ganz Europa und auch in den USA, aber selbst bei den unorganisiertesten Events fühlte sich immer jemand zuständig, wenn man nicht gleich auf der Liste gefunden werden konnten oder man Hilfe brauchte. Wer schreibt den DJ nicht auf die Liste bzw. wie kam der DJ überhaupt mit dem ganzen Equipment aufs Festivalgelände?

Das Festival ist plötzlich ausverkauft und die Menschen stürmen das Event. Ein Pärchen schafft es durch die Kanalisation aufs Areal? Es werden Backstage-Tickets an irgendwelche Leute als VIP – Tickets verkauft? Der Film war definitiv nur an leichtgläubige Menschen gerichtet, die sich nicht näher mit der Szene beschäftigen.

Der Film ist unübersichtlich

Neben der nicht ganz so tollen Haupthandlung werden noch zahlreiche andere Geschichten erzählt, die alle den Weg der Hauptperson kreuzen und auch irgendwie zur Haupthandlung beitragen. Doch genau dadurch wird der Film unübersichtlich. Die anderen Geschichten werden immer wieder kurz angeschnitten und nur viel zu kurz behandelt. Dadurch fragt man sich oft, warum dies im Film überhaupt erwähnt wird. Außerdem wirkt XOXO dadurch etwas seicht.

Die EDM-Szene

Die Macher des Films scheinen die EDM-Szene nicht verstanden zu haben. Die Grundidee ist zwar eigentlich nicht schlecht, jedoch auch etwas abgedroschen. Ein junger DJ, der online Aufmerksamkeit für seine Tracks gewinnen konnte, darf nun am größten Festival der USA spielen. Aber warum muss man dann an der Umsetzung so kläglich scheitern? Wieso spielt Netflix hier mit dem Drogen-Klischee und setzt es dann auch noch so schlecht um? Immer wieder werden auch Namen wie Martin Garrix oder Steve Aoki erwähnt. Wieso hat man nicht ein paar echte Djs angefragt, die einfach nur am Rande erscheinen ? Netflix arbeitet doch ohnehin schon mit Steve Aoki zusammen und Galatnis haben einen Song zum Film beigesteuert. Backstage herrscht tote Hose. Kein Networking, nur Groupies. Es scheint als wäre die Zielgruppe des Films ahnungslose Möchtegern-Raver.

Unser Fazit

XOXO ist der klägliche Versuch des Streamingdienstes Netflix ein Stück vom EDM-Hype-Kuchen abzubekommen. Groß angekündigt mit Musik von Galantis und einem doch vielversprechenden Trailer, ist der Film letztendlich doch eine große Enttäuschung und teilweise sogar ein K(r)ampf – soll man abschalten oder hält man bis zum Ende durch? Wir können euch „XOXO“ nicht empfehlen. Hört euch lieber den Soundtrack an. Der ist um einiges besser!